Arber 2.0
Wie wir das Trailnetz in der zweiten Bauphase auf 10 km erweitert haben
Wie entwickelt man ein vielseitiges Mountainbike-Angebot für eine ganze Region? Am Großen Arber haben wir durch sorgfältige Planung, nachhaltigen Trailbau und die enge Zusammenarbeit mit dem Betreiber den bestehenden Bikepark zu einem umfassenden Trailnetz erweitert.
Wir haben die zweite Bauphase des Bikepark Arber erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit der Arber Bergbahn haben wir das bestehende Angebot deutlich erweitert: Das heute rund 10 Kilometer lange Trailnetz verbindet zwei Liftanlagen und bietet eine Kombination aus Flow- und Jumptrails sowie technisch anspruchsvollen Naturtrails. Damit haben wir aus dem ursprünglich kompakten Bikepark ein vielseitiges Mountainbike Angebot für unterschiedliche Skill-Levels und Ansprüche geschaffen.
Die Weiterentwicklung des Bikepark-Konzepts
Ausgangspunkt des Projekts war das Ziel der Arber Bergbahn, das Sommerangebot des Großen Arber zu erweitern und mit Mountainbike Trails neue Zielgruppen für die Region zu gewinnen. Gemeinsam mit dem Betreiber haben wir ein Konzept entwickelt, das die vorhandene Infrastruktur optimal nutzt und gleichzeitig mehr Vielfalt in das Trailnetz bringt. In der ersten Bauphase (hier geht’s zum Projekt) lag der Schwerpunkt auf Flow und Airtime. Schnelle Kurven, Sprünge und ein flüssiges Fahrerlebnis gab es in der Region noch nicht.
Mit der zweiten Bauphase kamen zusätzliche Flächen und eine zweite Liftanlage hinzu. Dadurch konnten wir das Konzept deutlich erweitern. Neben den bestehenden Flowtrails haben wir technische Naturtrails geschaffen, die stärker mit dem vorhandenen Gelände, Felsen und Waldboden arbeiten. Das Ergebnis ist ein abwechslungsreiches Trailnetz, das verschiedene Fahrstile und Zielgruppen anspricht.
Nachhaltiger Trailbau mit den Ressourcen des Geländes
Der Große Arber bringt für den Trailbau besondere Bedingungen mit. Gestein ist reichlich vorhanden, geeignete bindige Böden für langlebige Trailoberflächen dagegen nicht überall. Für die maschinell gebauten Jump- und Flowtrails haben wir deshalb auf eine Kombination aus importiertem Lehm und Gestein gesetzt. Das Material bildet eine robuste und langlebige Oberfläche, die für intensive Nutzung und wechselnde Wetterbedingungen ausgelegt ist. Bei den technischen und natürlichen Trails haben wir dagegen möglichst viel vorhandenes Material genutzt. Lokalen Boden und Fels haben wir gezielt mit zusätzlichem Baumaterial kombiniert, wo dies für Stabilität und Langlebigkeit notwendig war. An einigen Stellen haben wir den Lehm sogar per Schubkarre eingebracht, um den Eingriff in das Gelände so gering wie möglich zu halten.
Wir bauen nicht jeden Trail nach dem gleichen Schema. Wir passen die Planung und Bauweise individuell an das Gelände, Nutzung, gewünschte Fahrerfahrung und langfristige Anforderungen an.
Ein Projekt, das viele Partner verbindet
Ein professioneller Bikepark entsteht nicht allein durch die Arbeit der Trail Builder. Neben unserem zwölfköpfigen Trailtech-Team waren rund 50 weitere Personen aus dem Umfeld des Arber-Betriebs am Projekt beteiligt. Dazu gehörten unter anderem Mitarbeiter aus Bikepark, Bike-Shop und Gastronomie sowie Bike-Guides, Bergrettung, Forstarbeiter, Elektriker, Zimmerer, Management und Eigentümer. Diese enge Zusammenarbeit war ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Umsetzung. Denn eine nachhaltige Mountainbike-Infrastruktur für eine Tourismusregion muss nicht nur technisch funktionieren. Sie muss sich auch in bestehende Abläufe, Infrastruktur und die Anforderungen des Betreibers integrieren lassen.
Trailbau mit langfristigem Anspruch
Seit unserer Gründung im Jahr 2017 verfolgen wir bei Trailtech einen klaren Ansatz: Wir bauen Trails für die Fahrer – die gleichzeitig langfristig für Betreiber und Regionen funktionieren. Dabei geht es uns nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Kilometer Trail zu bauen. Entscheidend sind für uns durchdachte Planung, geeignete Materialien, eine professionelle Bauweise und eine Infrastruktur, die dauerhaft betrieben und gewartet werden kann. Gerade für Liftbetreiber, Gemeinden und Tourismusregionen, die Mountainbike als strategische Ergänzung ihres Sommerangebotes entwickeln möchten, sind diese Faktoren entscheidend.
Der Bikepark Arber zeigt, wie Schritt für Schritt ein umfassendes Angebot entwickelt wurde – optimal abgestimmt auf das Gelände, die vorhandene Infrastruktur und die Bedürfnisse der späteren Nutzer.
Ihr plant einen Bikepark, eine Trail-Erweiterung oder eine neue Mountainbike-Infrastruktur für eure Region? Wir bei Trailtech entwickeln individuelle Lösungen – von der Konzeption und Planung bis zur professionellen Umsetzung.